Zu Anfang der Rattanakosin-Periode - also etwa seit 1782 - gab es 14 Forts entlang der Stadtgrenzen, die vom Khlong Rob Krung und dem Chao Phraya-Fluß definiert wird. Dieses Fort hier, das Phra Sumeru Fort, wurde in der Regierungszeit von König Rama I. im Jahr 1783 gebaut. Dazu wurden vom König etwa 5000 Arbeiter aus Vientiane rekrutiert. Leider verfiel es während der Regierungszeit von König Rama V. bis VII., aber das Ministerium für die Schönen Künste restaurierte das Gebäude anläßlich der 200-Jahr-Feier Bangkoks im Jahre 1982.
Der Name Phra Sumeru steht für den mystischen Berg Meru, das Zentrum der buddhistischen Welt. Aufgrund der thailändischen Aussprache, wird „Phra Sumeru“ auch schon mal „Phra Sumane“ oder auch „Phra Sumen“ geschrieben.
![]() | ![]() |
![]() | ![]() |
So sah das Fort noch zur Zeit von Karl Döhring aus. Er war von 1909-1919 Architekt im Dienste von König Rama V. und Rama VI.[1]
| |||||
![]() |
| ||||
![]() | |||||
Hier am Park kommt der Eisverkäufer schon mal mit dem Boot vorbei... | |||||
Der wunderschöne Park um das Fort herum wurde zum 72. Geburtstag von König Bhumipon Adulyadej im Jahr 2000 eingeweiht. Dieser Park bereichert die Umgebung der Phra Athit-Straße ungemein.
Allabendlich gegen 18Uhr findet hier eine Gymnastik-Veranstaltung zu fetziger Musik statt: ein Vortänzer auf einer Bühne machts vor, und selbst Großmütter tanzen mit viel Spaß mit.
Anmerkung:
Links von dem roten königlichen Pavillon ist übrigens noch einer der Sonneratia-Bäume („Sonneratia Caseolaris“) zu sehen, die diesem Viertel den Namen gaben: Bang Lampuh (Dorf der Sonneratia-Bäume).
Aus dem Lexikon: Der Baum wächst an Flußufern von Indien bis Malaysia. Er erreicht eine Höhe von 70 Fuß. Die unreifen Früchte sind sauer und werden gerne in Curries und Chutneys verwendet. Die reifen Früchte haben einen käseartigen Geschmack und werden in der traditionellen Medizin verwendet. Das Holz läßt sich bestenfalls als Feuerholz nutzen, die Rinde hat etwas Tannin, aber weniger als andere Bäume im Mangroven-Wald.
![]() | ![]() |
| Am frühen Abend herrscht hier im Park eine unvergleichliche Atmosphäre. Häufig finden hier Freiluft-Konzerte statt, oder man entspannt sich einfach auf dem weichen Rasen. Rechtes Bild: Seit Jahren finden sich hier die Jongleure zusammen: Einheimische und Touristen versuchen sich gegenseitig zu übertreffen... | |
Fußnoten:
[1] Bild aus dem Buch "Buddhistische Tempelanlagen in Siam" von Karl Döring, Nachdruck von White Lotus Press Bangkok 2000
Letzte Aktualisierung dieser Seite: Freitag, 08.04.2011
| Bitte beachten Sie, dass dieses Werk bzw. der Inhalt dieser Seite unter einer Creative Commons-Lizenz lizensiert ist. |