Auf den Spuren von Henry Alabaster wollten wir seine Reise von Bangkok zu Buddhas Fußabdruck nachvollziehen, die er im Dezember 1868 unternommen hatte. Einen Bericht dieser Reise findet man in seinem Buch The Wheel Of The Law (1871).
Allerdings waren die Umstände seiner Reise vor 135 Jahren nicht so komfortabel wie heute. Reisen überland war zu seiner Zeit wegen der zahlreichen Wasserläufe und Überschwemmungen so gut wie unmöglich, also ließ er sich mit einem Boot zunächst von Bangkok nach Ayutthaya bringen. Dazu brauchte er fast 2 Tage - inklusive einer Übernachtung in einem Kloster bei Samkhok. In Ayutthaya benutzte er die günstige Gelegenheit, sich ein paar Tage lang die alte Hauptstadt anzusehen. Anschließend wiederum weiter per Boot bis nach Lopburi wozu er weitere 2 Tage benötigte.
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Wir legten die Strecke von Bangkok nach Lopburi mit der Bahn zurück. Dazu brauchten wir nur knapp vier Stunden.
Henry Alabaster verbrachte einige Tage in Lopburi als Gast des Gouverneurs. Er ließ sich den Palast von König Narai zeigen und machte einige Ausflüge in die nähere Umgebung. Unsere Besichtigungen in Lopburi sahen Sie auf der vorherigen Seite.
Dann packte Herrn Alabaster wohl wieder das Reisefieber. Der Gouverneur half ihm bei der Zusammenstellung seiner Reisegesellschaft: auf sieben Elefanten wurden ein Koch mit Küchenausrüstung, einige Führer, seine Frau mit ihrer Dienerin und jede Menge Gepäck verladen. Die Reise ging dann über Reisfelder, durch dichte Bambuswäldchen und zum Teil durch unwegsamen Dschungel. So brauchte er den ganzen Tag, um die Entfernung von angeblich 12 Meilen zurückzulegen. Die Sonne war schon fast untergegangen, als er sein Ziel erreichte: den "Phrabat", so nannte er kurz den Wat Phra Phutthabat.
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Für uns gestaltete es sich erheblich einfacher. Wir begaben wir uns erst mal mit dem Stadtbus bis zum Bus-Terminal in Neu Lopburi. Ein häßlicher Stadtteil, wie man hier rechts sieht: nur lange staubige Straßen mit viel Verkehr und heißer Sonne. Am Bus-Terminal umgestiegen in den Überlandbus in Richtung Saraburi, der am Wat Phra Phutthabat vorbeifuhr (s. linkes Foto unten, Aufschrift: "Lopburi - Saraburi - frohgemut"). Dort wurden wir schon von einer Menge Tuktuk-Fahrern in Empfang genommen (s. Foto rechts), die uns direkt bis zum Eingang knatterten.
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Der Eingang wird schon seit Jahrhunderten von diesen riesenhaften Dämonen bewacht. Diese hier sind im Stil einer Figur aus dem Khon-Maskenspiel des Ramayana gestaltet. Man beachte die mehrfachen Köpfe der Wächter.
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Sehr interessant ist der Bericht der holländischen Handelskommisssion aus Ayutthaya, die im März 1737 den König Borommakot auf seiner Pilgerreise hierher zum Phra Phutthabat begleiten durften. Theodorus Jacobus van den Heuvel und seine Kaufleute hatten wohl keine Ahnung, was der König hier trieb. Sie machten auch keinerlei Anstalten, dies in Erfahrung zu bringen, waren sie doch hauptsächlich damit beschäftigt, den Luxus der königlichen Begleitung zu genießen. Eher befremdet nahmen sie zur Kenntnis, daß sich der König in einem speziellen Pavillon umkleidete (s. Foto unten), bevor er die Treppen zum Heiligtum emporschritt.
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Die Treppe, die zum Schrein hinaufführt, erinnert an die Treppe, die der Buddha nach seinem Besuch im Tavatimsa-Himmel herunterkam. Sie war dreifach, aus Gold, Silber und Kristall. Als der Buddha sie herunterschritt, konnten auf wundersame Weise alle Menschen die drei Welten erkennen (siehe unsere Seiten über das Leben des Buddha). Ähnlich geht es wohl jedem Besucher, der den Mondop oben auf dem Berg besucht hat.
Anfangs wurde der heilige Fußabdruck von einem "Gebäude mit einem palastartigen Dach" beschützt. Später wurde das Dach durch ein neues mit fünf Spitzen ersetzt. Als die Burmesen 1759 Ayutthaya zerstörten wurde auch dieser Schrein geplündert und abgebrannt. Während der Regierungszeit der Chakri-Könige, der Dynastie, der auch der derzeitige König S.M. König Phumiphon Adunyadet angehört, wurde das Heiligtum restauriert und immer mehr erweitert und immer prunkvoller ausgestattet (siehe die folgenden Fotos).
| Farben- und Formenreichtum im und am Heiligtum | |||||||||||||||||||
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Letzte Aktualisierung dieser Seite: Montag, 27.12.2010
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