
Aus dem Thonburi Traiphum (Ende des 18. Jahrhunderts) |
Der Tavatimsa-Himmel: in dieser tollen Manuskript-Malerei sehen wir den Gott Indra in seinem Palast (erkennbar an der grünen Hautfarbe). Links daneben ist der Pavillon seines göttlichen Reit-Tiers, dem dreiköpfigen Elefanten Erawan. Oben links ist die Thammaphak-Sala, der Ort, an dem die Götter sich versammeln. Sie ist 900 Yojana breit und 900 Yojana hoch. Die rot-schwarze Zick-Zack-Linie stellt eine Trennung von Raum (und oft auch Zeit) dar. Rechts oben ist die Chulamani-Chedi dargestellt. Rechts daneben kniet Phra Malai, der mit Indra den Reliquien des Buddha seine Aufwartung macht. Zur Entstehung der Chulamani-Chedi gibt es die folgende Legende: Nachdem sich Prinz Siddharta um Mitternacht aus seinem Palast geschlichen hatte, um der Welt zu entsagen, gelangte er im Morgengrauen an den Fluß Anoma. Er gab seinem Pferd Kanthaka die Sporen, und es sprang über den breiten Fluß bis ans andere Ufer. Dort stieg er ab und überreichte seinem treuen Diener Channa seine Kleidung, seinen Schmuck und sein Pferd und bat ihn, alles zurück in den Palast zu bringen. Sodann setzte er sich an das sandige Flußufer ergriff mit der einen Hand sein langes Haupthaar, welches zu einem Knoten gebunden war. Mit der anderen Hand nahm er sein Schwert und schnitt mit einem Streich seine Haare ab. Er warf mit einer schnellen Bewegung sein Haar in die Luft und rief: „Sollte ich jemals ein Buddha werden, so soll mein Haar nicht wieder zu Boden fallen.“ Sakka (Indra), der König der Götter hörte dies, hatte schnell einen goldenen Korb zur Hand mit dem er das Haar auffing. Im Tavatimsa-Himmel erschuf er sodann eine Pagode (=Chedi), in der er die Haare als die erste Reliquie des Buddha einschloß. Er nannte diese Chedi die Chulamani-Chedi, welches „Schrein des Diadems“ bedeutet. |
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Fußnote:
Letzte Aktualisierung dieser Seite: Montag, 27.12.2010
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