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Zukucker
 

 

Der Berg Meru

 

 

Architektur

Hsinbyume Pagode, Mingun, Myanmar. © James Masters

Ein sehr schönes Beispiel von der architektonischen Darstellung des Berges Meru ist die Hsinbyume Pagode[1] in Mingun, Myanmar. Sehr gut zu sehen sind die sieben Bergketten und die sieben Ozeane, die ihn umgeben.

 

 

Indische Mythologie:

Das Quirlen des Milchozeans

Quirlen des Milchozeans, linke Seite Quirlen des Milchozeans, Mittelstück
Angkor Wat (Kampuchea), Basrelief der Außengalerie: Zwei Details des Mythos vom Quirlen des Milchozeans. Im Mittelpunkt des rechten Bildes: die kosmische Schildkröte, darauf der Berg Meru, der von Vischnu gehalten wird, rechts und links die Devas und die Asuras, die abwechselnd an der Schlange Vasuki ziehen. Der Ozean im unteren Teil beider Bilder ist von unzähligen im Wasser lebenden Tieren bevölkert. Im oberen Teil beider Bilder sind tanzende Apsaras dargestellt, welche die himmlische Sphäre versinnbildlichen.

Sowohl für Buddhisten als auch für die Hindus ist der heilige Berg im Zentrum der Welt der Berg Meru, auch Sumeru genannt. Die axiale Natur dieses Berges ist überzeugend dargestellt in dem Mythos vom Quirlen des Milchozeans. Obwohl scheinbar hinduistischen Ursprungs, wird dieser Mythos auch häufig in buddhistischen Schriften erwähnt oder in buddhistischer Kunst dargestellt.

Die Geschichte erzählt, wie die Götter (die Devas) und die Titanen (die Asuras) in den ersten Welttagen ihren endlos andauernden Krieg unterbrachen, um zusammen die kosmische See zu quirlen. Sie wollten so Amrita, das Elixir der Unsterblichkeit gewinnen.

Als Quirl benutzten sie den Berg Meru, den Dreh- und Angelpunkt der Welt, der am unteren Ende auf einer riesigen Schildkröte gelagert war und am oberen Ende von Vischnu stabilisiert wurde. Die kosmische Schlange Vasuki wurde um den Berg gewunden und die Devas auf der einen Seite, die Asuras auf der anderen zogen abwechselnd je ein Ende der Schlange, so daß sich Mount Meru hin und her um seine eigene Achse drehte. Nachdem sie etwa ein Jahrtausend an ihrem Werk geschaffen hatten, begann sich der Milchozean zu verfestigen und aus der Tiefe der Milch erhob sich ein sonderbares Sortiment von dreizehn Personifikationen und Symbolen. Unter den ersten Gestalten waren der goldene Sonnenvogel Garuda und der milchweiße Elefant Airavata ("Erawan"). Als letzter erhob sich der Arzt der Götter, Dhanvantari. In seiner Hand hielt er den Mond, der das Elixier der Unsterblichkeit enthielt.2/3

Quirlen des MilchozeansHier die gleiche Szene von einem Giebelrelief im Khmer-Tempel Khao Phra Viharn, Nordost-Thailand.

 

 

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Fußnoten:

  1. Hsinbyume-Foto: Copyright 2000 © James Masters.
  2. Zitiert nach: Heinrich Zimmer, Indische Mythen und Symbole, Diederichs 1981
  3. Weitere Quelle: Adrian Snodgrass, The Symbolism of the Stupa, Cornell 1985

 

 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: Samstag, 21.08.2010 

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