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Das Thonburi Traiphum

 

 

Ausschnitt aus Thonburi Traiphum

Zitat aus dem Traiphum Phra Ruang:

„Die östliche Seite des Berges Meru, die Seite des Pubbavideha-Kontinents, ist vollkommen aus Silber. Das südliche Viertel, dort, wo der Jambu-Kontinent liegt, auf dem wir leben, ist von der Farbe der Edelsteine, die Saphir genannt werden. Das westliche Viertel des königlichen Sumeru, welche auf der Seite des Kontinents Aparagoyana liegt, ist von der Farbe der Edelsteine, die man Kristall-Juwelen nennt, während die nördliche Seite, also die des Uttarakuru-Kontinents, vollständig von der Farbe des Goldes ist.“

In Indien sagt man, der Himmel habe deshalb eine so blaue Farbe, weil das Sonnen-Licht an der blauen (Saphir-) Seite des Berges Meru reflektiert wird.

 

 

Als im Jahre 1767 die Burmesen Ayutthaya eroberten, plünderten und brandschatzten, wurden auch alle Bibliotheken und fast alle dort gelagerten Manuskripte zerstört. Tatsächlich überlebten nur drei Kopien aus der Ayutthaya-Periode den burmesischen Angriff. Zwei davon enthielten großartige künstlerische Darstellungen der „Drei Welten“ aber wenig geschriebenen Text.
Nachdem zuerst in Thonburi, dann in Bangkok ein neues thailändisches Königreich gegründet werden konnte, wurden große Anstrengungen unternommen, die Trai Phum Tradition wieder herzustellen. Unter der Schirmherrschaft von König Rama I. wurde auf der Basis der alten Traditionen eine neue Version des Trai Phum rekonstruiert. Der König war jedoch nicht sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Daher wurde im frühen 19. Jahrhundert weitere, umfassendere Texte geschaffen. Die Illustrationen wurden Künstlern übertragen, die vom königlichen Hof unterstützt wurden.
Einer dieser illustrierten Texte befindet sich übrigens heute im Museum für indische Kunst in Berlin, die anderen werden in der National-Bibliothek in Bangkok aufbewahrt.

 

 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: Samstag, 21.08.2010 

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