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Fabeltiere

aus dem Himaphan-Wald

 

 

ThaiTitel 26

Madchanu

Original-Grafik 26 zusammengestellt von S. Plai-Noi

 

 

Madchanu, der fisch-schwänzige Affe, ist eigentlich eine Kreatur aus der thailändischen Literatur. König Rama I. wollte im Jahre 1782 die Wände seines soeben erbauten Tempels Wat Phra Kaeo mit Malereien ausgestalten. Seine Wahl fiel auf die Geschichte von Prinz Rama, in Thailand Phra Ram genannt, und Sita (Sida), einem epischen Werk vom Kampf Gut gegen Böse, das überall in Asien bekannt ist. In Thailand wird es Ramakien genannt. Der König verfasste die alte Geschichte neu und ließ sie auf den Wänden der Galerie des königlichen Tempels illustrieren. Obwohl die Malereien bisher schon vier mal restauriert wurden (zuletzt 1982), erstrahlen sie noch immer im alten Glanz.

Einige kleine Ausschnitte aus dem "Raum 42" dieser Malerei sollen die Geschichte von Madchanu illustrieren:

 

Auf seinem Weg, seine Geliebte Sida aus den Klauen des Dämonen Totsakan zu befreien, mußte Phra Ram zur Insel Lanka gelangen. Um das tiefe Wasser rund um die Insel mit seiner Affen-Armee überqueren zu können, ließ es seine Soldaten eine Straße nach Lanka bauen.

Der Dämon Totsakan (im Bild rechts der mit der grünen Hautfarbe) jedoch hatte seine Spione überall. Als er von dem Plan Phra Rams erfuhr, schickte er nach seiner Tochter Suvann-Madcha, die von einem Fisch geboren wurde.

Suvann-Madcha sollte all ihre Fischfreunde zusammenrufen, um die Baustelle zu sabotieren.

Phra Ram und sein getreuer Affen-General Hanuman bemerkten schnell, daß der Straßenbau irgendwie keinen Fortschritt machte. So machte sich Hanuman auf, um mit Hilfe seiner magischen Kräfte unter Wasser nach dem Grund zu suchen. Er entdeckte natürlich schnell die Fische, die all die Steine abtransportierten. Mit aller Kraft versuchte er, dagegen anzukämpfen. Aber vergeblich.

Dann jedoch erblickte er Suvann-Madcha.

Schnell fing er sie ein. Suvann-Madcha hatte viel Angst vor diesem weißen Affen. Sie bekannte sich direkt mit zitternder Stimme als die Urheberin.

Hanuman hörte ihre süße Stimme, sah ihr wunderschönes Gesicht und war Hals über Kopf in sie verliebt. Er konnte sie dazu überreden, die Fische zu veranlassen, alle Steine wieder zur Baustelle zurückzubringen. Später wurde Suvann-Madcha Hanumans Frau und gebahr ihm einen Sohn: Madchanu, der von seinem Vater Hanuman den weißfarbigen Körper eines Affen, von seiner Mutter den Schwanz der Fische ererbte.
 

 

Können Sie thailändisch lesen? Dann klicken Sie sich hier zum Original-Text dieser Seite in Thai

 

 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: Freitag, 13.03.2009 

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