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Fabeltiere

aus dem Himaphan-Wald

 

 

ThaiTitel 25

Paya Nag

Die Königliche Naga

Original-Grafik 25 zusammengestellt von S. Plai-Noi

 

 

  In der Thailändischen Mythologie sind die unzähligen horizontalen Ebenen des Mount Meru, der Achse des Universums, die Wohnstatt von himmlischen, irdischen und unterirdischen Wesen. In den unterirdischen Ebenen hausen neben den Yakshas, den dämonischen Wächtern, die Nagas (gemeinhin auch als Schlangen oder sogar als Drachen bezeichnet):

«Die Nagas sind über den Menschen stehende Genien. Sie bewohnen unterseeische Paradiese und weilen auf den Gründen der Flüsse, Seen und Meere in glänzenden, mit Edelsteinen und Perlen ausgelegten Palästen. Als Hüter der Lebensenergie, die in den irdischen Gewässern der Quellen, Brunnen und Teiche aufgespeichert liegt, bewachen sie auch die Schätze des Meeres, die Korallen, kostbare Muscheln und Perlen. Man glaubt, daß sie ein kostbares Juwel in ihrem Haupt tragen. Schlangen­prinzessinnen, berühmt für Schönheit und Charme, figurieren unter den Ahnfrauen mancher Südindischer Dynastie; eine nagini oder einen naga im Stammbaum zu haben, gibt Hintergrund.
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Eine wichtige Funktion der Nagas ist die des "Tor­wächters" (dvarapala). Als solche erscheinen sie häufig an den Portalen hinduistischer und buddhistischer Tempel. In dieser Rolle ist die ihnen gemäße Haltung die der frommen Hingabe (bhakti), eifriger und liebevoller Sammlung auf die inwendige Schau des Gottes oder des Buddhas, dessen Bereich sie hüten.
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Zwischen dem Buddha und dem Naga in Indien herrscht kein solcher Antagonismus wie wir ihn in dem "Heiland contra Schlange" - Symbolismus des Westens gewohnt sind. Nach der buddhistischen Überzeugung bejubeln alle Genien der Natur zusammen mit den höchsten Göttern die Erscheinung des inkarnierten Erlösers, und die Schlange als die hauptsächlichste Personifikation der Wasser des irdischen Lebens macht davon keine Ausnahme. Begierig, dem All-Lehrer zu dienen, halten sie besorgt an seinem Weg zur endlichen Erleuchtung Wache. Denn er ist gleicherweise zur Befreiung aller Wesen gekommen: der Geschöpfe der Erde, der Himmel und der Höllen.»[1]
 

 

Können Sie thailändisch lesen? Dann klicken Sie sich hier zum Original-Text dieser Seite in Thai

 

 

Fussnoten

  1. Zitiert nach: Heinrich Zimmer "Indische Mythen und Symbole", Diederichs Gelbe Reihe (DG 33), Köln 1981
 

 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: Freitag, 13.03.2009 

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