Fabeltiere
aus dem Himaphan-Wald
Bilder vom Garuda
Garuda mit Naga kämpfend.
Malerei auf der Tür zum Ubosot im Wat Suthat, Bangkok
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Garuda ist das persönliche Emblem des Thailändischen Königs, der gemeinhin als Inkarnation Vischnus gilt. Buddhistische Könige der gegenwärtigen Chakri-Dynastie sind nach Rama benannt, einer weithin bekannten Inkarnation Vischnus: der gegenwärtige König, S. M. König Bhumibol Adulyadej, ist Rama IX. Als einzige Kreatur, der es gestattet ist, oberhalb des Königs Kopf zu stehen, ist der Garuda auf königlichen Bannern abgebildet. Nur religiöse oder königliche Gebäude, Objekte oder Papiere haben die Ehre, Garuda abzubilden.
Der König verleiht die königlichen Garuda-Insignien auch verdienstvollen Unternehmen und Banken, daher kann Garuda auch von Fassaden bekannter Banken auf das geschäftige Volk herabsehen:

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»Garuda ist der Träger (oder Vahana) des Höchsten Gottes, Vischnu. Er trägt ihn auf seinen Schultern, während der Gott in seiner erhobenen Hand den scharfkantigen Kampfdiskus, "Den schön anzublickenden" (sudarsana) hält, die feurige Sonnen-Scheibe mit tausend Speichen, das Rad (cakra), das er gegen seine Widersacher schleudert.«
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Beim Garuda handelt es sich gewöhnlich nicht um einen einsamen Vogel. In buddhistischen Legenden tauchen große Vögel in Schwärmen auf, die Garudas sind ihre Könige. Sie leben auf dornigen Bäumen in einem Wald namens Garutmatvan, der sich an den Hängen des Berges Meru befindet. 
»In der Kambodscha-Architektur wird nicht nur Vischnu, sondern sein ganzer Tempel von Garuda getragen. Der Vogel tritt hier in großer Zahl auf, zu Karyatiden-Reihen geordnet, welche die Last des Bauwerks halten, das als eine irdische Nachbildung Vaikunthas, des Gottes himmlische Wohnung gedacht ist.« Thailändische Künstler übernahmen diese Symbolik, inden sie einen Ring von Garudas darstellten, die die Kapelle des Smaragd-Buddha in Bangkok in die Luft heben. Dieses Motiv, Reihen von Garudas mit Nagas in den Klauen, ist jedoch in Thailand relativ selten anzutreffen. |
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Ein lebensgrosser Garuda im Wat Changkam, Wiang Kum Kam, Chiang Mai |
Quellen die ich benutzt habe:
- Heinrich Zimmer: Indische Mythen und Symbole, Diederichs, Düsseldorf 1981
- P. Y. Taylor: Beasts, Birds and Blossoms in Thai Art, Oxford University Press, Kuala Lumpur 1994
Letzte Aktualisierung dieser Seite: Montag, 27.12.2010