Uphosatha, wörtl. "Fasten", nennt man den Vollmonds- und Neumondstag sowie die dazwischen liegenden Tage des ersten und letzten Mondviertels.
An Vollmonds- und Neumondstagen wird die Ordenssatzung (patimokkha) vor der versammelten Mönchsgemeinde vorgetragen, während an obigen vier Mondtagen die Laien vielfach zum Kloster gehen und die Befolgung der 8 Sittenregeln (sikkhapada) auf sich nehmen.
| Anmerkung: Damit Sie auch mittags wissen, wie gerade der Mond steht, haben wir hier jeweils die aktuelle Mondphase dargestellt: |
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Uposatha (Pali; Sanskrit: Upavasatha; Thai: Wan Phra) ist ein buddhistischer Feiertag, ein Tag der inneren Einkehr, der Erneuerung der Dhamma-Praxis. Der Uposatha-Tag nimmt eine bedeutende Stellung im Theravada-Buddhismus ein, im Mahayana-Buddhismus haben die Uposatha-Tage nur eine geringe Bedeutung.
Der Term Uposatha stammt aus den Rig Veda einem altindischen Buch. In den alten Versen wurde der Upavasatha erwähnt, ein Tag der Vorbereitung auf das sog. Soma-Ritual, der gewöhnlich durch Fasten begangen wurde. Diese Vorbereitungen wurden an den Tagen des Halbmondes, des Voll- und des Neumondes begangen. Auch nicht-vedische Sekten nutzten bereits in vorbuddhistischer Zeit diese Tage zur Zusammenkunft und Einkehr, um ihr Dharma zu verkünden. Auf einen Vorschlag des Magadha-Königs Seniya Bimbisara übernahm der Buddha diese Praxis und ordnete an, daß sich seine Jünger an diesen Tagen versammelten (Mv 2,1). Die Bhikkhus trafen sich fortan am 14. oder 15. Tag des Mondmonats, d.h. bei Vollmond, und am jeweils achten Tag des zunehmenden und des abnehmenden Mondes, verweilten aber in Schweigen. Bissig kommentierte die Bevölkerung, sie säßen zusammen "wie tumbe Schweine". Gotama verfügte daher, daß bei den Treffen die Lehre zu diskutieren sei (Mv 2,2). Später präzisierte er dies dahingehend, die Bhikkhus sollten bei ihren Versammlungen die ihnen aufgegebenen Regeln aufsagen (Mv 2,3), aber nicht öfter als zweimal monatlich.
Der Kalender der Uposatha-Tage wird nach einer komplexen traditionellen Formel berechnet, die sich nach dem Mondkalender richtet. Das führt dazu, daß der berechnete Zeitpunkt nicht unbedingt mit den aktuellen astronomischen Konstellationen übereinstimmt. Die verschiedenen Glaubensgemeinschaften innerhalb des Theravada-Buddhismus (siehe z. B. Thammayut Nikaya) haben zudem leicht unterschiedliche Berechnungsformeln. Grob gesprochen fallen die Uposatha-Tage auf den Vollmond, den Neumond und die beiden Halbmond-Tage, die genau dazwischen liegen. Der Abstand zwischen den Uposatha-Tagen kann fünf, sechs oder sieben Tage betragen.
Die Uposathas am jeweils letzten Tag der Monatshälfte, also am Neumond- bzw. Vollmond-Tag, sind bedeutsamer als die dazwischen liegenden. Denn an diesen Tagen halten die Bhikkhus zusätzlich die Patimokkha-Feier ab, d. h. sie rezitieren die 227 Trainings-Regeln wie sie der Buddha festgelegt hat.
Die Laien beachten an den Uposatha-Tagen die Acht Tugendregeln. (Siehe dazu unsere Surftips unten auf dieser Seite!) Wenn möglich, nutzen die Laien diese Tage, um ihr örtliches Kloster zu besuchen, dort Dhamma-Vorträgen der Mönche zuzuhören und mit Gleichgesinnten bis spät in die Nacht hinein zu meditieren.
In den Ländern des Theravada (Thailand, Birma, Sri Lanka) war früher der Uposatha-Tag ein arbeitsfreier Tag. Aber durch die zunehmende Verwestlichung hat das westliche Wochenende und damit der arbeitsfreie Sonntag mittlerweile eine höhere Bedeutung gewonnen. Zwar ist man in den Theravada-Klöstern in westlichen Ländern teilweise dazu übergegangen, die Uposatha-Tage auf ein Wochenende zu legen, damit mehr Laien daran teilnehmen können, die Patimokkha jedoch wird noch immer am korrekten Tag rezitiert.
Auch wenn es fast nur noch ältere Damen sind, die sich an Uposatha im Kloster zusammenfinden, hat dieser Tag noch immer einen großen Einfluß auf das religiöse Leben in den ländlichen Gebieten der Theravada-Länder.
Da Uposatha-Tage etwa jede Woche gefeiert werden, läßt sich die ihre Funktion vergleichen mit dem Sonntag im Christentum, oder auch mit dem Sabbat des Judentums.
Unser Terminkalender zeigt die Uposatha-Tage, wie sie von den zwei Schulen des Thai-Buddhismus, Thammayuttika (Ajahn Maha Boowa, Ajahn Thanissaro) und Mahanikaya (Ajahn Chah, Ajahn Sumedho) befolgt werden. Diejenigen Tage, die nicht von beiden Sekten am gleichen Datum begangen werden, sind auf unserem Kalender mit einem * gekennzeichnet.
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Letzte Aktualisierung dieser Seite: Sonntag, 05.05.2013
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