Die Mönchsgemeinschaft Sangha, mit den von Buddha selbst für sie festgelegten Regeln, nimmt im religiösen Gefüge des Buddhismus einen bedeutsamen Platz ein. Eine dieser Regeln fordert die Einhaltung einer dreimonatigen Fastenperiode, die einen markanten Fixpunkt im buddhistischen Festkalender darstellt. In der Regenzeit von Juli bis September ziehen sich die Mönche und Novizen zum Beten und Meditieren in die Klöster zurück, so wie Buddha es bestimmt hat. Während die Asalaha-Puja diese ruhige Periode der Einkehr besinnlich einleitet, klingt sie mit Ok Phansa fröhlich aus. Nach dem Ende der vielfach düsteren und regenverhangenen Monsunzeit atmen die Menschen erleichtert auf und es folgt speziell in Thailand eine heiter-ausgelassene Festperiode, die einen ganzen Monat andauert.
Überall im Land finden jetzt Feierlichkeiten und Volksfeste statt. In Städten an Flüssen werden die berühmten Schlangenbootrennen ausgetragen, weil die Flüsse jetzt viel Wasser führen. Besonders pittoresk sind die Lanna-Bootsrennen von Nan, einer kleinen Provinzstadt im Nordosten Thailands. Vergleichbare Festlichkeiten gibt es auch in Myanmar entlang des Ayeyarwady oder etwa in Kambodscha mit dem "Water and Moon-Festival" von Phnom Penh oder dem Tonle Sap-See. In anderen Orten Thailands, z. B. in Sakhon Nakhon, wird Ok Phansa mit prächtigen Festprozessionen wie dem "Wax Castle Festival" begangen.
Fußnote: [1] Zitiert nach: www.dhamma-dana.de
Letzte Aktualisierung dieser Seite: Montag, 27.12.2010
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