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| Das Fest findet statt am Tage des Vollmondes zum Ende der "Einkehrzeit der Mönche" (welches etwa mit dem Ende der Regenzeit übereinstimmt). Es dauert den ganzen Tag und die ganze Nacht - alte Quellen sprechen sogar von drei Tagen. Die Alten beklagen, daß dieses Fest in den letzten vier Jahrzehnten dank Kino und Fersehen immer mehr in Vergessenheit gerät, aber es gibt im Norden und Nordosten Thailands noch heute eine handvoll Klöster, die diese Tradition pflegen. |
| Man nennt es "Thet Maha Chat" (Thet bedeutet Predigt und Maha Chat bedeutet "Das Große Jataka"). Im Isan wird es auch als "Bun Pha Wet" bezeichnet, "durch Vessantara Verdienste erwerben", während es in Lanna unter "Tang Tham Luang" bekannt ist, "Das Große Dhamma vorstellen". Es handelt sich dabei, zumindest seit dem 14. Jahrhundert, um einen echten religiösen Ritus, der jenen Verdienste bringt, die diesem Vortrag zuhören. Das Thet Maha Chat stellt eine der wichtigen Grundlagen des reiligiösen Unterrichts dar und wird als die wichtigste Gelegenheit des Jahres angesehen, Verdienste zu erwerben (Thai: tham bun). |
Die Laien subventionieren die Rezitation dieses alten Textes, der in der Thailändischen Version aus dreizehn Kapiteln mit 1000 Versen besteht. Die Ausrichtung eines solchen Festes erfordert eine nicht unerhebliche Menge an materiellen Spenden. Die Belohnung besteht dann nicht nur aus einem Reichtum an Verdiensten für das nächste Leben, sondern auch aus einem überaus unterhaltsamen Abend. Schon in der Vergangenheit gab es unter den Mönchen einige hochbegabte, die die sonst etwas dröge Rezitation sogar durch obszönen Humor, Pathos und alle möglichen Tricks aufzulockern vermochten: "... Glocken erklangen, Trompeten wurden geblasen, Vögel zwitscherten, ... der Lärm eines Strurmes und auch Donnergrollen wurden perfekt imitiert..." Heutzutage wird das von Filmprojektoren und Riesenleinwänden auf dem Tempelgelände übernommen. |
| Ein alter Lanna Thai-Text beschreibt die Vorteile, die man durch eine derartige Veranstaltung erwerben kann: ... Wer immer den glohrreichen Metteyya Bodhisatta sehen will, der möge 1000 Lampen bringen, 1000 Kerzen und Räucherstäbchen, 1000 Lotusblüten und 1000 Bällchen Klebereis. Er möge an einem ganzen Tag und einer ganzen Nacht die vollständige Maha Vessantara Predigt verehren und ihr respektvoll zuhören ... all seine Wünsche werden erfüllt, ... der wird das Nibbana erlangen ..." |
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Anmerkung: bitte lassen Sie sich nicht dadurch verwirren, daß jede Person mehrere Namen zu haben scheint. Die Jataka sind sehr alte Geschichten, deren Personen werden im gesamten Verbreitungs-Gebiet im jeweils lokalen Dialekt ausgesprochen und auch so von Generation zu Generation überliefert. Die Pali-Sprache, die zur Zeit des historischen Buddha gesprochen wurde, wird anders geschrieben als das Sanskrit, eine weitere alt-indische Sprache. Im Thailändischen scheinen alle wiederum noch anders genannt zu werden. Ein weiteres Problem ist die Transliteration: viele Laute der alten Sprachen und auch der Thailändischen Sprache lassen sich mit unserem westlichen Alphabet nur ungenügend wiedergeben. Zusätzlich gibt es in Asien nicht so etwas wie unseren Duden, der eine einheitliche Schreibweise gewährleistet!
Beispiele Der Prinz: Vessantara - Wetsandon; Seine Gemahlin: Matsi - Maddi - Madri; Der Sohn: Jali - Chali; Die Tochter: Kanhajina - Kanha; Der Brahmane: Chuchok - Jujok - Jujaka... |
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