König Rama I. (Buddha Yodfa Chulalok) bestieg den Thron des siamesischen Reiches im Jahre 1782 als der erster Herrscher der neu gegründeten Chakri Dynastie. Er beschloß, seine neue Hauptstadt von der Thonburi-Seite des Chao Phraya-Flußes auf die östliche Seite umzusiedeln. Als Name der Hauptstadt wurde Krung Rattanakosin gewählt, doch die Einwohner verkürzten in der Umgangssprache den langen offiziellen Namen zu Krung Thep - Stadt der Engel.
König Rama I. beabsichtigte, mit seiner neuen Hauptstadt eine Nachbildung von Ayutthaya zu errichten, das 15 Jahre zuvor von den Burmesen den Erdboden gleichgemacht worden war. Künstler, Architekten und Handwerker sollten den Königspalast, die Stadtmauern, Stadt-Tore und die Königlichen Tempel genau nach dem Vorbild Ayutthaya bauen.
Als Bauplatz wurde das Zentrum der damaligen Hauptstadt ausgesucht, so wie der Berg Meru das Zentrum des Universums ist. Sowohl der Plan der Gesamtanlage wie auch der Baustil der Gebäude sollten buddhistische Regeln und Symbolik berücksichtigen. Das gesamte Layout sollte "systematisch, ordentlich und sorgfältig ausgeführt werden, so daß dieser Tempel das würdevolle Highlight des ganzen Landes" wird.
Direkt vor der Stadt lag in Ayutthaya der Tempel Wat Phra Panang Choeng, in dem eine Buddastatue von enormer Größe beheimatet war. Der König wollte solch einen Tempel auch in seiner neuen Hauptstadt haben. Dazu beauftragte er Phra Pirehn Thora Thep, aus Sukhothai eine fast acht Meter hohe Buddhastatue über den Chao Phraya-Fluß nach Bangkok zu bringen. Die riesige Statue aus Bronze befand sich damals im Wat Mahathat, dem Haupttempel der historischen Hauptstadt Sukhothai.
Die Grundsteinlegung des neuen Tempels war am Montag dem ersten Februar 1807 auf dem Gelände, das neben einem brahmanischen Monument mit Namen Sao Ching Cha lag. Im folgenden Jahr 1808 erreichte die Barke mit der gewaltigen Buddhastatue Bangkok. Es wurde am Tha Chang ("Elefanten Pier") in der Nähe des Königspalastes festgemacht. Die Statue wurde ausgeladen und in einer feierlichen Prozession zur Tempel-Baustelle gebracht. Dort wurde sie mit einer sieben-tägigen Feier als Zentrum des neuen Viharn installiert, das Gebäude konnte so um die Statue herum gebaut werden.
Nun konnte der König dem Tempel seinen Namen geben. Der erste Name war "Wat Maha Suthawat". Doch es kursierten noch weitere Namen wie "Wat Phra Yai" oder "Wat Sao Ching Cha". Doch zuletzt einigte man sich auf den heutigen Namen "Wat Suthat Thepwararam". Dieser Name bezieht sich auf die göttliche Stadt des Gottes Indra im Tavatimsa Himmel. Der König verstarb noch im Jahre 1809, ohne die Fertigstellung des Tempels mitzuerleben.
König Rama II. (Loet La) führte den Ausbau des Viharn fort. Da er selbst künstlerisch begabt war, legte er persönlich Hand an, als die riesigen Eingangstüren des Viharn mit Schnitzwerk verziert werden sollten. Die Original-Türflügel befinden sich heute im National-Museum. Der König schickte auch eine buddhistische Gesandtschaft nach Sri Lanka, um aus Anuradhapura Ableger des Original-Bodhi-Baumes zu beschaffen, unter dem der Buddha seine Erleuchtung erfuhr. Ein Ableger wurde im Wat Suthat eingepflanzt, ein weiterer im Wat Mahathat und einer im Wat Saket. Im Jahre 1824 verstarb auch der zweite König vor Vollendung des Tempelbaus.
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Während der Regierungszeit von König Rama III. (Nang Klao) schließlich konnten die Bauarbeiten beendet werden. Der König ließ auch einen Ubosot ("Ordinatios-Halle") von vergleichbarer Größe bauen, zusätzlich einen Sala Kan Parian ("Predigt-Halle") und den Sanghawat, den Wohnbereich für die Mönche. Zum Schluß wurde eine Kampheng Käo (Juwelen-Mauer) um den gesamten Komplex gezogen. Im Jahre 1843 konnte der erste Abt sein Amt antreten. Im Jahr 1847 schließlich wurde eine großartige Eröffnungs-Zeremonie abgehalten, so dauerte es 40 Jahre von der Grundsteinlegung bis zur Einweihung.
Quellen die ich benutzt habe:
Letzte Aktualisierung dieser Seite: Samstag, 07.08.2010
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