Die Thailandseiten von Anne und Heiner |
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Eine Buddha-Statue für jeden Tag:Wer oder was ist Rahu? | |||||||||
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Folgendes Zitat stammt aus dem Buch "Indische Mythen und Symbole" von Heinrich Zimmer, Diederich, Köln 1981: "Es war einmal ein großer Titanenkönig, Jalandhara genannt. Durch das Verdienst außerordentlicher Entsagungen hatte er unwiderstehliche Kräfte in sich angehäuft. Mit diesen ausgerüstet hatte er die Götter aller geschaffenen Sphären angegriffen, sie entthront und seine neue Ordnung eingesetzt. Seine demütigende Herrschaft war tyrannisch, verschwenderisch, ohne Rücksicht auf die überlieferten Gesetze des Alls, böse und durch und durch egoistisch. In einem fürchterlichen letzten Übermaß von Stolz sandte Jalandhara einen Botendämon aus, um den höchsten Gott selbst, Shiva, den Schöpfer, Erhalter und Zerstörer der Welt, herauszufordern und zu demütigen. | |||||||||
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Achtung. Bitte nicht verwechseln mit Kala:Ein weiterer Dämon aus der hinduistischen Sagenwelt ist der Kala, in Indien Kirttimukha genannt, was so viel wie "Antlitz der Glorie" bedeutet. Zu seiner Entstehung: | |||||||||
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Der welterobernde Dämon-Tyrann Jalandhara ließ durch seinen Boten Rahu dem Gott Shiva übermitteln, er erwarte, daß Parvati, Shivas Gemahlin, ihm ausgeliefert würde, um die "Shakti des Alls, die Hauptkönigin des Tyrannen" zu werden. Shiva erwiderte die kolossale Herausforderung: zwischen seinen Augenbrauen - wo sich "das spirituelle Auge des vorgeschrittenen Sehers öffnet - ließ der Gott einen schrecklichen Ausbruch seiner Macht hervorgehen, welche Explosion sofort die physische Form eines schrecklichen löwen-köpfigen Dämonen annahm. Der entsetzenerregende Leib des Ungeheuers war mager und ausgemergelt, einen unersättlicher Hunger ankündigend, aber seine schwingende Stärke offenbar unwiderstehlich. Aus der Erscheinung Kehle brüllte es donnergleich; die Augen brannten wie Feuer; die schüttelnde Mähne dehnte sich weit in den Raum. Rahu stand entsetzt." Das Geschöpf bat den Gott, ihm zur Stillung seines Hungers irgendeine Beute anzuweisen. "Shiva erwies sich als der Situation gewachsen. Er schlug vor, daß sich das Ungeheuer vom Fleisch seiner eigenen Füße und Hände ernähren sollte Sogleich begann diese unwahrscheinliche Inkarnation blinden Verschlingungswillens das nicht weniger unwahrscheinliche Gastmahl. Aber nachdem es nicht nur seine Füsse und Hände, sondern auch seine Arme und Beine verzehrt hatte, war es immer noch nicht imstande, aufzuhören. Die Zähne senkten sich in einen eigenen Bauch, die Brust und den Hals - bis nur das Gesicht übrig blieb." Shiva "beobachtete schweigend, doch mit höchstem Entzücken, den blutgerinnenmachenden, alpdruckmäßigen Vorgang, um dann, zufrieden mit der lebhaften Manifestation der selbstverzehrenden Kraft seiner eigenen Substanz, auf das Geschöpf seines Zornes, das seinen eigenen Leib Glied für Glied bis zum Nichts eines bloßen Gesichtes vernichtet hatte, herabzulächeln und gnädig zu erklären: »Antlitz der Glorie« (kirttimukha) sollst du hinfort genannt sein, und ich befehle, daß du für immer über meinen Toren wohnst. Wer auch immer dich zu verehren vergißt, soll niemals meine Gnade gewinnen.«" Anmerkung: Alle Zitate ausdem Buch "Indische Mythen und Symbole" | |||||||||
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Quellen, die ich benutzt habe:
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Letzte Aktualisierung dieser Seite: Freitag, 04.05.2012
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