Die Thailandseiten von Anne und Heiner |
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Eine Buddha-Statue für jeden Tag:Freitag | ||||||||||
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Gestalt: Der Buddha steht hier in der nachdenklichen Haltung, beide Hände liegen gekreuzt an der Brust, die linke Hand über der rechten. Planet: der zugeordnete Planet ist die Venus. Erzählung (komplett zitiert aus "Der historische Buddha", s. Fußnoten): Vom Mucalinda-Baum (s. die Statue für Samstag) begab sich der Buddha zu einem Rajayatana-Baum (Buchannaia latifolia), unter dem er ebenfalls eine Woche verweilt haben soll. Hier geschah es, daß die Kaufleute Tapussa und Bhallika, die von Ukkala (in Orissa?) vermutlich nach Rajagaha unterwegs waren, ihm, »damit es ihnen zu Glück und Heil gereiche», Gerstengrütze und Honig als Almosenspeise darbrachten. Gotama aß, worauf die beiden Kaufleute »ihre Zuflucht nahmen zum Erleuchteten und seiner Lehre« - die er freilich noch gar nicht offenbart hatte. Tapussa und Bhallika wurden so des Buddha erste Laienanhänger (Mv 1,4)[1]. Die folgende, die fünfte Woche nach der Erleuchtung, verbrachte er wiederum im Schatten des Ziegenhirten-Banyan. Vielleicht durch eine Bitte Tapussas und Bhallikas um Belehrung veranlaßt, machte er sich Gedanken darüber, ob er seine »tiefe, schwer durchschaubare, schwer zu begreifende, sachgerechte, ausgezeichnete, (bloßer) Logik unzugängliche, feinsinnige, (nur) Gebildeten verständliche« Lehre für sich behalten oder anderen Menschen darlegen solle. Die Pali-Texte (Mv 1, 5[1] und M 26) überliefern diese Zweifel in der Form eines Gesprächs zwischen dem Buddha und dem Gott Brahma Sahampati (»Herr über sich selbst«). Offenbar hat sich Gotama, um seinen inneren Zwiespalt bildhaft zu machen, bei der Schilderung seiner anfänglichen Unsicherheit dieser dem Volk vertrauten Göttergestalt als eines Gegenargumentators bedient. Daß er wie die Mehrheit seiner Zeitgenossen an die Existenz von (sterblichen, der Wiedergeburt unterworfenen) Göttern glaubte, steht außer Frage, daß er Brahma jedoch so leibhaft vor Augen sah wie die Textstelle behauptet, dürfte eine Interpretation späterer Mönche sein. In dem nachfolgend auf seinen Kerngehalt reduzierten »Dialog« stehen persönliche und quietistische Gründe gegen altruistische. Die letzteren obsiegen. Der Buddha: Diese Welt ist Sinnesfreuden hingegeben, meine Lehre (dhamma) aber zielt auf das Aufgeben aller Anhaftungen und die Zerstörung der Gier. Wenn ich die Lehre, die gegen den Strom angeht, darlegte und die Leute mich nicht verstünden, so wäre dies für mich ermüdend und schmerzlich.Brahmas Argument weckte Gotamas Mitleid für die Wesen, und mit dem Ausruf: »Geöffnet seien allen, die hören, die Tore zur Todlosigkeit!« willigte er ein, die Lehre zu offenbaren. Befriedigt verneigte sich Brahma vor dem Buddha, umschritt ihn nach indischer Etikette im Rechtskreis und verschwand. Auch Götter wissen, was sich einem Erleuchteten gegenüber geziemt. | ||||||||||
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| Fussnoten: [1] Dieser Link öffnet ein neues Fenster! |
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Quellen, die ich benutzt habe:
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Letzte Aktualisierung dieser Seite: Montag, 27.12.2010
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