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Die Thailandseiten von Anne und Heiner

 
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Eine Buddha-Statue für jeden Tag:

Donnerstag

 

Donnerstag  Gestalt: Der Buddha sitzt in der Meditations-Haltung: beide Hände liegen locker in seinem Schoß, die Handflächen zeigen nach oben.

  Planet: der zugeordnete Planet ist der Jupiter.

  Erzählung: Nachdem der Buddha unter dem Bodhi-Baum sitzend alle Versuchungen und die ablenkenden Gedanken überwunden hatte, war er ganz begierig darauf, die Meditation systematisch auf hoher Ebene durchzuführen. Nach und nach erreichte er die vier Versenkungsstufen:
  • Stufe 1: Aufhören sinnlicher Lust und unheilsamer Regungen; Vorhandensein von Nachdenken und Erwägen; aus der Loslösung resultierende Wohlbefindlichkeitsfreude.
  • Stufe 2: Aufhören von Nachdenken und Erwägen; Entstehen von Geistesruhe und Konzentration; aus der Meditation resultierende Wohlbefindlichkeitsfreude.
  • Stufe 3: Aufhören der Wohlbefindlichkeitsfreude zugunsten der Freiheit von Affekten; gleichmütiges und achtsames Verweilen in körperlichem Wohlbefinden.
  • Sufe 4: Aufhören von Wohlbefindens- und Leidens-Gefühlen; Entstehen freud- und leidfreien Gleichmuts in Achtsamkeit und Reinheit.

  Als Siddattha seinen Geist (citta) in dieser Weise »gesammelt und geläutert, ihn makellos, der Verunreinigungen ledig, sanft, gefügig, fest und ohne Wanken« (M 36 I)[1] gemacht hatte, richtete er ihn auf die Erinnerung und Erkenntnis seiner früheren Daseinsformen. »Dieses Erste Wissen erlangte ich in der Ersten Nachtwache (d.h. zwischen 21 und 24 Uhr).«
  In der Mittleren Nachtwache ging Siddattha das Zweite Wissen auf: Das Naturgesetz der ethischen Kausalität (kamma), das guten (=heilsamen) Taten gute, schlechten (=unheilsamen) Taten schlechte wiedergeburtliche Daseinsform folgen läßt.
  Schließlich, während der Letzten Nachtwache, als der Horizont im Osten sich bereits als weiße Lichtlinie andeutete, stieß Siddattha zum Dritten Wissen durch, zur Erkenntnis vom Leiden und zu den "Vier Wahrheiten", die das Gerüst seiner Lehre darstellen.
Ich richtete meinen Geist auf die Erkenntnis der Vernichtung der Einflüsse (asava) und erkannte wirklichkeitsgetreu: "Dies ist das Leiden (dukkha); dies ist die Ursache; dies seine Aufhebung; dies der Weg zu seiner Aufhebung." Und indem ich dies erkannte und einsah, wurde mein Geistvon den Einflüssen Lust, Daseinsbegierde und Unwissenheit befreit. Das Wissen ging mir auf: "Vernichtet ist (für mich) die Wiedergeburt, verwirklicht habe ich das religiöse Leben, was zu tun war, ist getan, diese Art (von leidhaftem) Leben gibt es nicht mehr für mich!"
  Der Jubelruf brach aus ihm hervor:
Gesichert ist meine Erlösung,
dies ist meine letzte Geburt,
ein Wiederentstehen gibt es nicht mehr!
  In dieser Nacht des Jahres 528 v.Chr. war aus Siddattha Gotama ein Buddha, ein "Erleuchteter" oder "Erwachter" geworden. Der Legende nach soll die Erde gebebt haben, Blumen erblühten, und alle Götter hießen die Ankunft des neuen Buddha willkommen indem sie Girlanden zu seinen Ehren streuten.
 
 
 
In einem kleinen Laden für Devotionalien in Bangkok am Wat Mahathat fanden wir diese Darstellung auf einer Postkarten-Serie:
 
Donnerstag
 
 
Traditionell ist ausserdem einem jedem Wochentag eine Gottheit zugeordnet, die aus der hinduistischen Mythologie stammt. Für den Donnerstag ist dies Brihaspati.
Das Foto stammt von einer Tempelfeier im Wat Phanan Choeng, Ayutthaya im Juni 2005.
Brihaspati ist der Name einer Gottheit aus der Rigveda. Er ist die Personifizierung der Frömmigkeit und Religion. In Thailand wird er Phra Paruhasabadi, oder kurz Phra Paruhat genannt, er ist der Kaplan der Gottheiten und Lehrer von Indra. Sein Element ist die Erde, er reitet auf einem goldenen Hirsch.
 
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  Quellen, die ich benutzt habe:
  • Gestures of the Buddha von K.I. Matics, Chulalongkorn University Press, Bangkok 2001
  • Der historische Buddha von H.W. Schumann, "Diederichs Gelbe Reihe", München 1982

 

  Fussnoten:
[1]  Dieser Link öffnet ein neues Fenster!
 
 
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Letzte Aktualisierung dieser Seite: Montag, 27.12.2010 

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