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Die Thailandseiten von Anne und Heiner

 
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Eine Buddha-Statue für jeden Tag:

Mittwoch morgen

 

Mittwoch morgen  Gestalt: Der Buddha steht hier mit beiden Händen die Almosenschale haltend.

  Planet: der zugeordnete Planet ist der Merkur.

  Erzählung: Als Der Buddha einmal seine Vaterstadt Kapilavastu besuchte, war es an der Zeit, daß er seine göttliche Kraft öffentlich unter Beweis stellte. Dies geschah während einer Predigt: er glitt durch die Luft und erschuf einen hellroten Regen, der aber nur die sündhaften Menschen durchnäßte. Danach zitierte er aus der Vessantara Jataka (die letzte der zehn "Geburtsgeschichten", die seine vorherigen Leben beschreiben - siehe unsere Seiten über die Vessantara Jataka).
  Nachdem Der Buddha seine Predigt beendet hatte, zollten ihm seine Verwandschaft, unter ihnen sein Vater König Suddhodhana, den höchsten Respekt, bevor sie nach Hause zurückkehrten. Jedoch machte sein Vater und auch alle anderen Höflinge den Fehler, anzunehmen, Der Buddha würde am nächsten Morgen in den königlichen Palast zum Frühstück kommen. Niemand hatte ihn ausdrücklich eingeladen, obwohl die königlichen Köche ein wundervolles Mahl zu seinen Ehren bereiteten.
  So ging Der Buddha, da er keine Einladung erhalten hatte, mit seinen Jüngern die Hauptstraße von Kapilavastu hinunter und verließ sich darauf, daß das gemeine Volk für seinen Unterhalt sorgen würde. Es war so das erste Mal, daß das Volk von Kapilavastu das Privileg hatte, den Buddha eine Almosenschale tragen zu sehen und Ihn und seine Jünger mit Essen zu versorgen.

Anmerkung: Traditionell betteln buddhistische Mönche nicht. Es ist Praxis in buddhistischen Ländern, daß die Gläubigen Essen und andere lebenswichtige Dinge den Mönchen anbieten. Normalerweise trägt der Mönch auf seinem allmorgendlichen Rundgang (Thai: pindabaht) eine Almosenschale. Die Gläubigen halten ihn respektvoll auf seinem Weg an und legen ihm Essen in seine Schale. Danach bedanken sich die Gläubigen, nicht der Mönch, der daraufhin seinen Weg fortsetzt, um weitere Gaben einzusammeln.
 
 
 
In einem kleinen Laden für Devotionalien in Bangkok am Wat Mahathat fanden wir diese Darstellung auf einer Postkarten-Serie:
 
Mittwoch
 
 
Traditionell ist ausserdem einem jedem Wochentag eine Gottheit zugeordnet, die aus der hinduistischen Mythologie stammt. Für den Mittwoch ist dies Budha.
Das Foto stammt von einer Tempelfeier im Wat Phanan Choeng, Ayutthaya im Juni 2005.
In der hinduistischen Mythologie ist Budha (Achtung: nicht zu verwechseln mit Buddha) der Name des Planeten Merkur. Der Hindu-Gott Budha ist der Sohn von Chandra, dem Mondgott. Er wird in Thailand Phra Phut genannt, sein Element ist das Wasser und der Beschützer der Händler. Er hat eine smaragdgrüne Haut, sein Reittier ist der Elefant. Phra Phut wird oft als Einsiedler dargestellt.
 
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  Quellen, die ich benutzt habe:
  • Gestures of the Buddha von K.I. Matics, Chulalongkorn University Press, Bangkok 2001
 
 
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Letzte Aktualisierung dieser Seite: Montag, 27.12.2010 

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