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Die Thailandseiten von Anne und Heiner

 
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Eine Buddha-Statue für jeden Tag:

Dienstag

 

Dienstag

  Gestalt: Der Buddha ist hier auf seiner rechten Seite liegend dargestellt. Sein linker Arm liegt den Körper entlang. Der rechte Arm dient als Kopfkissen und die rechte Handfläche unterstützt seinen Kopf.

  Planet: der zugeordnete Planet ist der Mars.

  Erzählung: Als Der Buddha einmal einen Ashram in Sravasti besuchte, gab es einen gewissen Asurindarahu, eine wichtige Persönlichkeit im Königreich der Riesen, der sich sehnlichst eine Audienz bei dem Großen Lehrer wünschte. Aber da er ein sehr stolzer Riese war, wollte sich nicht vor dem Buddha verneigen. Darum beschloss er, nicht seinen Kopf zu beugen.
  In seiner Meditation spürte Der Buddha des Riesen Dünkel. Er wies seinen Jünger Ananda an: "Heute erwarte ich Asurindarahu. Bitte errichte mir eine Couch in einem großen Raum. Dort werde ich mich niederlegen, damit mich der Riese mühelos sehen kann."
  Kurz vor der Ankunft des Riesen legte sich Der Buddha auf die Couch und manifestierte sich in erheblich größerer Gestalt als der Riese. Asurindarahu, der als einziger dieses Wunder sehen konnte, war völlig verdutzt, daß schon die Füße des Buddha größer waren als sein eigener Körper. Anstatt sich über Den Buddha hinabzubeugen, konnte er nur bewundernd die gütige Perfektion des Buddha anerkennen.
  In einem herzlichen Ton legte ihm Der Buddha folgendes dar: "Natürlich sollte man sich nicht auf die Wahrheit eines Gerüchtes verlassen, bevor man es nicht selbst überprüft hat. Es stimmt, daß Du größer bist als alle anderen Geschöpfe in Deinem Königreich. Aber hast Du jemals daran gedacht, daß es ausserhalb Deines Königreiches größere geben könnte? So wie ein großer Fisch in einem Teich denkt, er sei der größte aller Fische, aber er weiß nichts von der Existenz des Ozeans. Asurindarahu, alle Engel der höheren Himmel sind größer als Du. Wenn Du sie sehen möchtest, kann ich Dich gerne zu ihrem Himmel führen."
  Als die beiden im Reich der Engel ankamen, waren Myriaden von ihnen anwesend. Als ihm klar wurde, daß sie hundert- und sogar tausendmal größer waren als er, verkroch sich Asurindarahu zitternd vor Furcht hinter Dem Buddha, wie eine Spinne, die sich in den Falten seiner Robe versteckt.
  Der Gott Brahma fragte Den Buddha, was er denn dort für einen König der Tiere mitgebracht habe. "Dies ist Asurindarahu", sagte der Buddha, "der stolz auf seine Größe war, und der annahm, es gebe niemanden, der größer sei als er. Er wurde hierher gebracht zum Zeugnis, daß es erheblich größere Lebensformen als ihn gibt." Der Buddha merkte noch an, daß der Riese zu Selbstüberschätzung neigte und andere dies verächtlich spüren ließ. So wie ein notleidender Mensch glaubt, er sei steinreich, wenn er nur eine Münze besitzt. Oder wie ein dummer, ungebildeter Mann arrogant auf seine begrenzte Intelligenz stolz ist.
  Nachdem sie eine Weile in Brahmas Himmel verbracht hatten, führte Der Buddha den Riesen zurück. Dieser war nun recht kleinlaut und machte dem Buddha seine Aufwartungen, bevor er in sein eigenes Königreich zurückkehrte.
 

 
 
In einem kleinen Laden für Devotionalien in Bangkok am Wat Mahathat fanden wir diese Darstellung auf einer Postkarten-Serie:
 
Diensntag
 
 
Traditionell ist ausserdem einem jedem Wochentag eine Gottheit zugeordnet, die aus der hinduistischen Mythologie stammt. Für den Dienstag ist dies Mangala.
Das Foto stammt von einer Tempelfeier im Wat Phanan Choeng, Ayutthaya im Juni 2005.
In der indischen Astrologie ist Mangala der Name für den Planeten Mars. Er wird in Thailand Phra Angkarn genannt. Er ist ein kriegserfahrener Gott mit großer Stärke. Sein Reittier ist der Wasserbüffel. Seine Haut ist rosa wie die Farbe des Planeten Mars, seine Kleidung ist von roter Farbe und er trägt oft rote Blumen hinterm Ohr. Phra Angkarn hat vier Arme in denen er „göttliche Waffen“ trägt: einen Speer, eine Lanze und einen Schlagstock. Sein Element ist der Wind.
 
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  Quellen, die ich benutzt habe:
  • Gestures of the Buddha von K.I. Matics, Chulalongkorn University Press, Bangkok 2001
 
 
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Letzte Aktualisierung dieser Seite: Montag, 27.12.2010 

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