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Die Thailandseiten von Anne und Heiner

 
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Eine Buddha-Statue für jeden Tag:

Montag

 

Montag  Die Gestalt: Der Buddha steht, die rechte Hand (manchmal auch beide Hände) in Brusthöhe haltend, die Handflächen nach aussen in der Geste der Abwendung von Übel.

  Planet: der zugeordnete Planet ist der Mond.

  Die Erzählung: Einst gab es eine große Dürre in der Stadt Vesali in der Vacchi-Region in Indien. Eine Hungersnot herrschte und so viele Menschen verhungerten, daß die Straßen und die Flüsse voller Leichen waren. Die Cholera brach aus. Dämonen kamen daraufhin in die Stadt, die sich von den Leichen ernährten. So hatte das Volk von Vesali gegen drei Übel zu kämpfen: Armut, Cholera und die Teufel.
  Es gab Gerüchte, daß der König der Grund für diese Misere war, da er angeblich unkönigliche Taten begangen hatte. Aber ein Untersuchungs-Kommitee konnte keine Fehltritte des Königs entdecken.
  Da wurde dem König, der Lichavi hieß, von einem seiner Minister zugetragen, daß Der Buddha, der voll Erwachte, der Menschenfreund, Lehrer von Menschen und Göttern, mit der Unterstützung von König Bimbisara in einem Ashram bei Rajagriha lebe. Er habe große Macht. Wenn er in diese Stadt käme, würde er sicher schnell Herr der drei Übel werden.
  Der König schickte schnell einige Abgesandte zum Buddha mit der Einladung, er möge doch für drei Tage Gast in Vesali sein und die bösen Geister vertreiben. Der Buddha benötigte natürlich einige Tage für seine Reise nach Vesali, aber dort angekommen stand er still und sah ruhig in den Himmel. Bald bildeten sich dicke Wolken, Donner grollte und Blitze zuckten und ein schwerer Regen stürzte hernieder. Alle Kanäle füllten sich langsam, aber da der Regen nicht aufhörte, wurde schließlich die gesamte Stadt überschwemmt und alle Leichen wurden in die See gespült. Als der Regen aufhörte, war das Land sauber und die Luft frisch.
  Am gleichen Abend bat Der Buddha seinen Jünger Ananda, die Tipitaka zu studieren, in der Stadt herumzuwandern und Sutren zu zitieren, um alles Übel zu vertreiben. Ananda tat wie ihm geheißen. Er trug die Almosenschale des Buddha, die randvoll mit Wasser gefüllt war. Er verspritze dies Weihwasser überall in der Stadt. Als die Tropfen des Weihwassers auf sie fielen, wurden alle Menschen von ihren bösen Krankheiten geheilt. Die Dämonen, die mit dem Weihwasser in Berührung kamen, suchten ihr Heil in der Flucht. Manche flüchteten so angsterfüllt, daß sie mit anderen zusammenstießen, über die Stadtmauer stürzten und schließlich ohne zurückzusehen das Weite suchten.
  So führte Ananda die geheilten Menschen zum Buddha, der ihnen eine Predigt anbot über die Ursache allen Leidens und dessen Aufhebung.
  Nach sieben Tagen bemerkte Der Buddha, daß die drei Übel völlig vernichtet und alle Menschen froh und glücklich waren. Er verabschiedete sich von König Lichavi und kehrte nach Rajagriha zurück.
 
 
 
In einem kleinen Laden für Devotionalien in Bangkok am Wat Mahathat fanden wir diese Darstellung auf einer Postkarten-Serie:
 
Montag
 
 
Traditionell ist ausserdem einem jedem Wochentag eine Gottheit zugeordnet, die aus der hinduistischen Mythologie stammt. Für den Montag ist dies Chandra.
Das Foto stammt von einer Tempelfeier im Wat Phanan Choeng, Ayutthaya im Juni 2005.
Im Hinduismus ist Chandra eine Mondgottheit. In Thailand wird er Phra Chan genannt, er fährt jede Nacht mit seinem Streitwagen (dem Mond), der von zehn jasminfarbenen Pferden gezogen wird, über den Himmel. Hinten im Streitwagen fährt oft ein Hase mit. Sein Element ist die Erde.
(Siehe auch unsere Seite über Giebelkunst: der Giebel des Ubosot im Wat Suthat zeigt eine wunderschöne Darstellung von Phra Chan in seinem Streitwagen.)
 
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  Quellen, die ich benutzt habe:
  • Gestures of the Buddha von K.I. Matics, Chulalongkorn University Press, Bangkok 2001
 
 
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Letzte Aktualisierung dieser Seite: Montag, 27.12.2010 

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