Die einzelnen Teile der Form der Bai Sema, die einem Blatt ähnelt - nicht nur, weil die Steine flach sind - werden in Thailand nach Körperteilen benannt. Da gibt es den "Hals", die "Schultern", die "Brust", die "Hüften" und der "Bauch". Während der Ayutthaya-Zeit gab es sogar Steine mit "Augen". Manche Bai Sema der Ayutthaya-Zeit bis hin zur Rattanakosin-Zeit besitzen auch eine "Prinzen-Krone" ("phra kieo").
Bai Sema aus der Dvaravati-Zeit (etwa 6. bis 9. Jahrhundet AD), bestehen hauptsächlich aus "Schultern", Grenzsteine der U Thong Periode sind elegant verziert mit Ornamenten am "Hals" und auf dem "Bauch". Frühe Ayutthaya-Grenzsteine haben eine schlichte "Brust" und sind auch sonst recht karg ausgestaltet. Bai Sema aus der Mittleren Ayutthaya-Periode sind in der "Hüfte" "eng geschnürt" und tragen eine "Brust-Platte". In der Späten Ayutthaya-Periode wurden "Augen" entwickelt (s. Bild auch der vorherigen Seite), letzlich wurden sie sogar "gekrönt", was sich bis in die Rattanakosin-Periode fortsetzte. Unter König Mongkut (Rama IV.) wurde die Thammayut-Sekte gegründet; die Thammayut-Mönche entwickelten aus der flachen Blatt-Form einen dreidimensionalen (vier-seitigen), eher würfelförmigen Stein (s. Bild unten).
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| Manchmal sind die Bai Sema auch in einer Chedi versteckt wie hier im Wat Suthat in Bangkok... | ...oder unter einem Baldachin, der einem Elefanten-Howdah nachempfunden ist, wie hier im Wat Thong Thammachat in Thonburi. |
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| Eine seltene Ausnahme: hier sind die Bai Sema direkt in eine Ecke der Wand des Ubosot eingelassen. (Wat Bovorn Nivet Viharn in Bangkok) | Bai Sema im Wat Arun in Thonburi. Bemerkenswert sind hier die Nagas an der "Hüfte", die den Stein auf ihrem Rücken zu tragen scheinen. |
Im Wat Mahanaparam in Bangkok kann man vierseitige Bai Sema begutachten.
Quellen, die ich benutzt habe:
Letzte Aktualisierung dieser Seite: Dienstag, 10.08.2010
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